Ehre den Weg

The real master creates masters. Not followers.“

Die hawaiianische Körperarbeit dreht sich um drei zentrale Fragen der alten Navigatoren: „Wo komme ich her? Wo stehe ich? Wo möchte ich hin?“

In der Coronapause bot sich die Gelegenheit, hier tiefer zu schauen und sich diese Fragen wieder neu zu stellen. Wie weit bin ich schon gekommen und wie soll sich mein Weg in Zukunft gestalten? Was ist mir unverzichtbar wichtig, wo kann ich mich sinnvoll einbringen? Wie kann ich Menschen (auf dem „Lomiweg“) besser unterstützen?

Meine Motivation vor 4 Jahren eine Ausbildung in hawaiianischer Massage anzubieten war, Lomi-Interessierten, aus Respekt vor der ursprünglichen hawaiianischen Tradition, einen längeren, begleiteten Prozess anzubieten. Zu ermöglichen, die tiefgreifenden, inneren Veränderungen, die mit der Lomi-arbeit einhergehen, sowohl ins Leben, als auch in die eigene Massagepraxis zu integrieren.

In unserer sich schnell verändernden Welt, ist die Nachfrage nach Kurzzeit Workshops und Ausbildungen sprunghaft gestiegen. Zeitmangel und berufliche Zwänge erfordern scheinbar Workshops mit kurzfristigem Überblick über Techniken und Möglichkeiten, einhergehend mit der schnellen Vergabe eines Zertifikates. Ausbildungsstätten, die Massage- Yogalehrer- oder sonstige Zertifikate nach vierzehntägiger Ausbildung verleihen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Viele derzeitige Ausbildungsangebote für hawaiianische Massage umfassen kaum mehr als ein paar Tage oder ein verlängertes Wochenende und bescheinigen dann, dass man Lomi Lomi Nui gelernt hat und beruflich anwenden darf.

Die transformative Arbeit – das Herz der hawaiianischen Massage – erfordert zuerst den Umgang mit den eigenen Widerständen und deren Integration. Indem ich meinem Wesenskern wahrhaftig näher komme, kann ich mit meinem Gegenüber eine bedeutungsvolle Erfahrung teilen, die Auslöser für beiderseitige Heilung und Entwicklung sein kann. Wachstum braucht Zeit. Können braucht Zeit. Meisterschaft braucht ein gutes Fundament. Mehr dazu >hier

(Das gilt auch für andere Bezeichnungen von Lomi Lomi Nui, die Kahu Abraham Kawai’i benutzte, wie Kahuna Bodywork, Tempellomi und verschiedene andere Styles. Im Kern bezeichnete er die hawaiianische Massagearbeit als „physiological triggered psycho-spritual Transformation“ auf deutsch: über den Körper getriggerte psychospirituelle Transformation)

Das direkte Erleben eines größeren, emotionalen Spektrums ohne Rationalisierungen im eigenen Selbst, gibt uns echte Stärke und tieferes Mitgefühl. Das öffnet einem Erfahrungsraum, der in der westlichen Gesellschaft unüblich geworden ist bzw. auch nicht mehr geduldet wird. In diesem Sinne ist die hawaiianische Herangehensweise einzigartig.

In Erinnerung an die langen Jahre nach meiner ersten Hawai’i Reise 1996, in denen ich selbst durch diese Prozesse gegangen bin: die täglichen Kämpfe und die kleinen Siege, die vermeintliche Schroffheit meiner Lehrerin, die mir immer die richtigen Schupser verpasst hat, die sich im Nachhinein als wahrhaft hilfreich entpuppt haben. Nur mit Geduld und Hingabe konnte ich zu den Ergebnissen finden, die heute meinen Klient*innen und Schülern*innen zu Gute kommen.

An dieser Stelle möchte ich allen für das Vertrauen danken, das ihr mir und meiner Arbeit entgegenbringt. Ich ziehe den Hut vor eurer Bereitschaft und Courage, ernsthaft motiviert und dennoch mit soviel Leichtigkeit und Humor in die tieferen Schichten eures Seins vorzudringen.

Es berührt mich, zu sehen, wie die Teilnehmer*innen während der Ausbildung nach und nach weicher werden, ins Fliessen kommen und Schritt für Schritt auch ihren ungeliebten Seiten ins Auge blicken.

Es ist schön wahrzunehmen, wie im Laufe der Ausbildung persönliche Kraft, Selbstbewusstsein und Ausstrahlung wachsen. Zu sehen, wie sich die mitunter hart erarbeiteten Fähigkeiten und Erkenntnisse im Leben der Schüler*innen und somit in der Welt ausbreiten, erfüllt mich Freude und Stolz.

HANA PONO!! (gute Arbeit)

Grossen Dank auch an meine Lehrerin Ho’okahi Tamara Stephens, die mich Wahrhaftigkeit und die wahre Bedeutung von ALOHA gelehrt hat.

Ab nächstes Jahr biete ich die Ausbildung in einem neuen Format an. Die Kurse werden um einen Tag verlängert, jeweils von Do 16 bis 20 Uhr und Freitag, Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

Die Ausbildung umfasst dann in Zukunft 6 Wochenenden statt 8. So bleibt mehr Zeit zum Integrieren und Üben.

Zusätzlich zur Ausbildung wird es zwei Kurse mit weiterführenden Themen geben. Mehr Infos dazu kommen in Kürze.

Natürlich freue ich mich immer sehr über Rückmeldungen der Absolvent*innen meiner Kurse. Eins möchte ich hier mit euch teilen. Andere Feedbacks findet ihr >hier und >hier

„Klopf klopf klopf… Herein!… Tür auf, Tür zu, tappel tappel, atmen…
Hallo! Ich bin Anja. Und ich bin DANKBAR!“
Es liegt mir auf dem Herzen, dir nochmal ganz klar zu danken für die bisherige Zeit mit dir – natürlich für die empfangenen Massagen – aber vor allem auch für alles, was ich bisher von dir lernen durfte. Danke, danke, danke! Die Körperübungen (Ho’omanamana) genieße ich jedes Mal, wenn ich dazu komme. Und diese liebevolle, dehnende, schmelzende Zeit mit meinem Körper und mir tut mir seeeehr gut! Das Flying (Ka’alele’au) ist eine immer wieder aufs Neue tolle Erfahrung und manchmal bekomme ich eine mega Gänsehaut und muss weinen, weil es sich so tragend, frei, besonders, kraftvoll durch die Unterstützung „Aller hinter mir“ und magisch mit dem Blick Voraus anfühlt. Na ja, und dass mir das Massieren riesigen Spaß macht, hast du ja selbst gesehen. Auch wenn ich mir bisher sehr wenig Raum zum massieren genommen habe – es ist immer wieder wunderschön! Und ich bin mittlerweile tatsächlich über meinen nächsten Schatten gesprungen und habe mal eine Freundin massiert. Und ihre Begeisterung möchte ich dir als Feedback weitergeben. Sie ist hin und weg von dieser fließenden, harmonischen, ab und zu auch etwas herausfordernden aber immer liebevollen Anwendung. Dass ich so etwas kann, hast du in mir gesehen und ich bin sehr froh, dass ich es selbst auch entdecken durfte – und mir zugetraut habe. Ansonsten werde ich wohl weiter daran arbeiten, in die Sichtbarkeit zu gehen (deshalb auch wieder ein Versuch mit Facebook) und aus meiner bekannten Komfortzone rauszukommen und so immer stärker den Fluss und die Möglichkeiten wahrzunehmen. Und dabei weitere Klarheit zu finden und Ziele zu definieren.“

Wie immer freue mich von euch zu hören, lesen oder euch persönlich zu sehen.

Herzliche Grüße & bis bald
Ute Baacke
Termine 2020

21. bis 24. August
2. bis 4. Oktober
4. bis 6. Dezember

jeweils Fr. 16-20 Uhr Sa. und So. 11-20 Uhr im EDEN***** Breite Str. 43 13187 Berlin

Schnupperworkshops 2020/21

15. November 2020
9. Januar 2021
20. März 2021
21. August 2021
27. November 2021

von 11 bis 20 Uhr im EDEN***** Breite Str. 43 13187 Berlin

Termine 2021 (neues Format)

21. bis 24. Januar
25. bis 28. Februar (Spezial)
11. bis 14. März
6. bis 9. Mai
12. bis 15. August (Spezial)
9. bis 12. September
28. bis 31. Oktober
2. bis 6. Dezember

jeweils Do 16-20 Uhr  und Fr, Sa und So 11-20 Uhr im EDEN***** Breite Str. 43 13187 Berlin

Lomi- und Massage Sessions sind zur Zeit nur in der Naturheilpraxis Florastr. 69, 13187 Berlin-Pankow möglich. Terminvereinbarung telefonisch oder per Mail.

Weitere Termine und Infos unter ute-baacke.de

>zur Anmeldung

Natürlich freue ich mich, wie immer über Fragen und Rückmeldungen per Mail oder auch telefonisch unter  +49 176 96428725.

Auf zu unbekannten Horizonten – Meine Lomi Lomi Nui Massage Ausbildung bei Ute Baacke

Aloha, ich heiße Beatrice, bin in Leipzig aufgewachsen und bin Auszubildende bei TAOHA.

Im Oktober 2018 besuchte ich den ersten Kurs bei Ute, weil der Titel – Selfcare- mit mir zu dieser Zeit sehr resonierte. Derzeit übte ich bereits täglich Yoga & Meditation und fühlte mich flexibel und weich. Als wir beim Workshop dann langsame und vorerst scheinbar nicht so herausfordernde Positionen übten, überraschte mich mein Geist, als auch meine Körperreaktion. Ich spürte wie fest, starr und frustriert ich tatsächlich war, wenn es still wurde. Das hatte nicht zu meinem Selbstbild gepasst. Die Übungen schienen ähnlich zum Yoga, hatten allerdings eine ganz andere Wirkung.

Ich fand es bisher immer sehr angenehm Kontrolle zu erlangen und schließlich lernte ich stetig mehr Kontrolle durch meine tägliche Yogapraxis. Da es im Lomi Kurs allerdings darum ging, die Kontrolle abzugeben, sich hinzugeben und ins Vertrauen zu gehen wurde ich unsicher und meine glänzende Rüstung begann zu rosten. Wir tanzten den Lomi Grundschritt  “Ka´alele au” und zu meinem Überraschen fiel es mir schwer ein Gefühl für diese Bewegungen zu finden. Hier geht es eben ums erweichen. Es geht um Freude und Sanftmut aber auch um Erdung, die nicht auf Kontrolle basiert. Während des Kurses spürte ich, wie ich nach und nach weicher und durchlässiger wurde. In den Massagezeiten begann ich zu erfahren, was es bedeutet aus Freude zu Lernen. Im eigenen Tempo und genau das was gerade dran ist für mein Wesen.

Mein Verstand begegnete dem freien Lernen ohne direkte & klar zu erkennende Struktur, Anleitung und einen konkreten Plan, der für Alle gilt, anfangs befremdlich und auch beängstigend, da mein Verstand gerade nicht vorrangig gebraucht wurde. Nun durfte, und stets darf ich, etwas für mich grundlegend Neues lernen.

Wie lerne ich eigentlich ohne Druck und Leistungsgedanken? Wie lerne ich ohne Angst vor Fehlern und Versagen? Was bedeutet es im Vertrauen zu sein und mit Hingabe, ganz selbstverständlich zu lernen, auf natürlichem Wege wie ein Kind eine Sprache.

Ein Kind lernt genau das, was ihm wichtig ist, im eigenen Tempo. Außerdem lernt es von Allen und Allem was es in seiner Umgebung findet. Dieses Lernprinzip das wir alle Schüler/innern und zugleich Lehrer/innen sind und das jede/r auf eigene Weise lernt, beruhigt mich und schenkt mir mehr Leichtigkeit und Selbstvertrauen. Wettbewerbs Gedanken, selbst wenn sie nur im Inneren stattfinden, braucht es hier nicht da es ums Miteinander geht.

Während der Wochenenden mit Ute erfahre ich stetig, was es eigentlich bedeutet loszulassen, ich erfahre wo ich überall festhalte um die Kontrolle in meinem Leben zu wahren.
Ich erkenne das, je mehr ich es zulasse dem Leben Raum zu geben um sich zu entfalten, desto tiefer erfahre ich worum es im Leben eigentlich geht. Ich erlebe Fließen anstelle von Stagnation. Ich muss weniger Kraft aufwenden und komme geschmeidiger zu einer gesunden Lösung.
Ich erfahre, wie es sich anfühlt im Vertrauen zu sein, und was es für Lebensqualität mit sich bringt wenn ich nicht versuche alles kognitiv zu verstehen und mich im Leben mit weit ausgestreckten Armen öffne. Ich bekomme ein Gefühl, wie es ist geerdet und in stetiger Verbindung mit meiner Urkraft “ Mana” zu sein, die mich verwurzelt und stehen bleiben lässt, auch wenn sich das Leben stürmisch zeigt.
Wenn ich mich nun in eine Massage mit einem Klienten begebe, erlebe ich wie wichtig diese tiefe Erdung ist. Ich lerne, was es bedeutet zuzuhören und mit Neugier und Hingabe tiefe Verbundenheit zu erfahren. Ich lerne, mehr und mehr vom Ego abzulassen und ohne Plan oder Ziel das zu tun was gerade wirklich dran ist, ganz individuell in jedem Moment und im Fluss sowie im Vertrauen zum großen Ganzen.

Danke Ute für das Vertrauen in mein Wesen und für deine Unterstützung, mein eigenes Licht mehr strahlen zu lassen. Danke für deine Hingabe, Geduld und Liebe zur Lomi Massage und zum Weg des Aloha.

In Liebe
Beatrice

Über Verantwortung

Wir alle kennen Situationen, in denen wir enttäuscht sind, wenn sich unser Gegenüber nicht so verhält, wie wir es erwarten. Oder andere reagieren enttäuscht, weil wir uns nicht so verhalten, wie sie es von uns erwarten. Obwohl wir uns nach bestem Wissen entschieden haben.

Wir warten auf Hilfe von aussen und die Frustration über das Warten macht uns noch frustrierter. An den Stellen, wo wir die Verantwortung für uns selbst ablehnen, entziehen wir uns Liebe. Wir erwarten sie von anderen zu bekommen und geben ihnen die Schuld dafür, wenn sie sich anders entscheiden.

Holen wir uns die Verantwortung zurück und geben uns selbst, was fehlt. So können wir langsam aber sicher unser noch brachliegendes Potential entdecken und in unser grösseres Selbst hineinwachsen.

Take your Power back! Egal wie schmerzhaft und traumatisch die Verletzungen, oder die Erinnerungen daran sein mögen, ich gebe mir selbst was ich brauche oder suche an einer anderen Stelle. So übernehme ich die Verantwortung für die Erfüllung meiner Bedürfnisse.

Schmerz ist nur ein kleiner Teil, nicht das Ganze. Wenn ich für meinen Schmerz die Verantwortung übernehme, kann ich auch rechtzeitig, deutlich und entspannt Stopp sagen, wenn jemand über meine Grenzen brettern  will oder eine Aufgabe mich überfordert.

Als Ergebnis komme ich in meine Freude und Kraft. Alles andere führt zu Abhängigkeiten und Machtlosigkeit. Ich habe die Wahl.

Fühlen wir uns ohnmächtig, minderwertig und abgetrennt, können wir uns sanft daran erinnern, „groß“ und wertschätzend von uns selbst zu denken und sprechen. z.B.

„Das Leben unterstützt mich auf jede mögliche Weise.“
„Ich liebe mich selbst so wie ich bin. Ich muss nicht perfekt sein um mich zu lieben.“
„Ich verdiene und akzeptiere nur das Beste.“
„Ich weiß, dass meine Zukunft licht, freudvoll und sicher ist, denn ich bin ein geliebtes Kind des Universums, und das Universum sorgt liebevoll für mich, jetzt und immer.“
„Nur ich bin verantwortlich, wie ich mich fühle und ich entscheide mich glücklich zu sein.“

Oder, anstatt „Ich rauche zu viel“. „Ich geniesse eine Zigarette zu besonderen Gelegenheiten.“

Das Ziel ist, Muster und Gewohnheiten die wir in unserem Leben erworben haben, Schrittchen für Schrittchen zu verändern. Keine große einmalige Veränderung, sondern eine „Entfaltung“ – eine kontinuierliche Transformation.

Ich wünsche euch allen ein selbstverantwortliches, gesundes Neues Jahr!!

Die emotionalen Rechte des Menschen

* Ich brauche keine Schuldgefühle zu haben, bloß weil das, was ich tue, sage oder denke, einem anderen nicht gefällt.
* Ich darf wütend sein und meine Wut ausdrücken, solange ich dabei nicht mein Augenmaß verliere.
* Ich muss nicht die alleinige Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, an denen auch andere beteiligt waren.
* Ich habe das Recht, “ Ich verstehe das nicht“ oder “ Ich weiß es nicht “ zu sagen, ohne mir blöd vorzukommen.
* Ich habe das Recht, Nein zu sagen, ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen.
* Ich muss mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, wenn ich Nein sage.
* Ich habe das Recht, andere um etwas zu bitten.
* Ich habe das Recht, Bitten abzuschlagen und zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen.
* Ich habe das Recht, anderen mitzuteilen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie mich ungerecht behandeln oder bevormunden.
* Ich habe das Recht, es anderen mitzuteilen, wenn ihr Verhalten mich irritiert.
* Ich habe das Recht, Fehler zu machen und für sie die Verantwortung zu tragen. Ich habe das Recht mich zu täuschen.
* Ich brauche nicht von allen gemocht, bewundert oder geachtet zu werden für alles, was ich tue.

(Virginia Satir (1916 – 1988) Sozialarbeiterin, Psychotherapeutin und Schriftstellerin)

Der heilige Berg

Sensibilisiert durch die Meldung, dass die Städte Brüssel (Sitz EU-Institutionen), Genf (Sitz WHO), und Palm Beach (Residenzen Donald Trump und Bill Gates) aufgrund eines möglichen gesundheitlichen Risikos vorerst den Ausbau des 5G Mobilfunknetzes untersagt haben, begann ich zu dem Thema zu recherchieren.
Schon letztes Jahr warnten Ärzte in einem offen Brief an die Bundesregierung vor möglichen gesundheitlichen Risiken. Ein drastischer Anstieg der eh schon großen Zahl an Elektrohypersenibilität leidenden Menschen wird befürchtet, ein erhöhtes Risiko von Krebserkrankungen, Anstieg des Artensterbens besonders von Vögeln und Insekten. Zusätzlich besteht ein möglicher Missbrauch von Daten und Datenklau im grossen Stil.

In dem offenen Brief der deutschen Ärzte wird die begründete Sorge bezüglich des geplanten Netzausbaus der neuen Mobilfunkgeneration 5G zum Ausdruck gebracht.

„Nach Schätzung dieser Ärzte gibt es bereits heute über 5% elektrohypersensible Menschen in Deutschland, die unter dem sogenannten „Mikrowellensyndrom“ leiden, zu dessen Symptomen Schwindel, (Dauer-) Kopfschmerzen, Epilepsien, Schlaflosigkeit, Depressionen u.v.m. zählen.“
„Die Zahl der Betroffenen wird sich beim Aufrüsten auf 5G vermutlich stark erhöhen, da die 5G-Technologie mit ihren höheren Frequenzen (im zweistelligen GHz-Bereich) und engmaschig aufgestellten Sendern (ca. alle 100 m sollen „Kleinzellen“ mit 64 (!) oder mehr Antennen an Straßenlaternen angebracht werden) zu einem erheblichen Anstieg der Strahlenbelastung im Mikrowellenbereich führen wird.
Welche dramatischen gesundheitlichen Auswirkungen dies für Mensch und Tier nach sich ziehen könnte, ist in der internationalen Petition an UN, WHO, EU, Europäischen Rat und Regierungen aller Nationen ausführlich dargelegt. Diese wurde von zahlreichen Wissenschaftlern, Ärzten und Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt unterzeichnet.“
„Darin warnen die Experten davor, dass Strahlung emittierende Geräte wie „Mobil- und kabellose Telefone […] und Rundfunkantennen“ aufgrund des von den Funkwellen erzeugten elektromagnetischen Feldes (EMF) das Krebsrisiko steigern können. Die konkrete Warnung lautet: „Zu den Auswirkungen gehören ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulärer Stress, Zunahme schädlicher freier Radikale, genetische Schäden, strukturelle und funktionelle Veränderungen der Fortpflanzungssysteme, Lern- und Gedächtnisdefizite, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden des Menschen.“
Zahlreiche wissenschaftliche Studien mit 2G-, 3G- und 4G-Technologien konnten zeigen, welche Spuren elektromagnetische Felder im menschlichen Körper hinterlassen können: Stress, Spermien- und Hodenschäden, neuropsychiatrische Effekte, einschließlich Veränderungen der elektrischen Aktivität im Gehirn, sowie zelluläre DNA-Schäden.“…

Offizielle Studien über die Auswirkungen gibt es von Seiten der Betreiber keine und es sind auch keine geplant.

Wie kann es sein, dass eine potentiell gefährliche Technologie mit zweifelhaften Nutzen ohne ausreichende Erforschung und offizielle Studien in unserem Land und weltweit zum Einsatz kommen kann und demokratische Grundrechte mit Füßen getreten werden?

Bekannte, Freunde und Kollegen, die ich im Laufe der Woche auf das Thema ansprach, hatten entweder noch nie davon gehört, oder behaupteten, dass es ja so schlimm nicht werden würde, dass sie ja ausserhalb der Stadt davon nicht betroffen wären und dass mir die nötige positive Grundeinstellung fehlt. Die offiziellen Medien arbeiten sich an „Fridays for Future“, der Masern-Impfpflicht und der Diskreditierung der Homöopathie ab.

Ein Experiment und Milliardengeschäft auf Kosten der Gesundheit, ohne die Bevölkerung über mögliche Risiken aufzuklären, ist menschenverachtend, unverantwortlich und unmoralisch. Flächendeckende Überwachung und das Sammeln von sensiblen Daten in Echtzeit rückt mit 5G in greifbare Nähe.

Die Petition zum Stopp des 5G Ausbaus in Berlin fordert z. B. deshalb:

  • Studien zur Erforschung von Gesundheitsrisiken
  • den vorläufigen Stopp des 5G-Netzausbaus in Berlin
  • die sofortige Abschaltung der laufenden 5G-Antennen
  • die Versorgung der Bevölkerung mit ehrlichen Informationen von unabhängigen (!) Wissenschaftlern
  • den Nachweis der Unbedenklichkeit von 5G bis Stichtag 30. September 2019
  • die Einrichtung von Schutzzonen für Menschen, die keine 24/7/365 Dauerbestrahlung wünschen
  • die Einrichtung von Schutzzonen für elektrosensible Menschen (in D mittlerweile mehr als 2 Millionen)

Ein Beispiel für das Engagement auf lokaler Ebene in Deutschland gibt uns die Stadt Ravensburg. (Link)

Mein Interesse an hawai’ianischer Kultur führte mich zu den aktuellen Protesten der hawai’ianischen Urbevölkerung am Mauna Kea. 
Der Mauna Kea ist ein sehr besonderer Ort. Vom Meeresboden aus ist er mit über 12000 Metern der höchste Berg der Welt und in das Vulkanmassiv der Insel Hawai’i passt der gesamte Himalaja.

Protest gegen die kommerzielle Ausbeutung des Berges, gegen den Willen und über die Köpfe der einheimischen Bevölkerung gibt es schon lange. Aktuell weitet sich der Konflikt jedoch in eine grössere Bewegung aus, die das Potential hat der Welt zu zeigen, wie wichtig der Schutz und Erhalt indigenen Wissens, Kultur und Spiritualität ist. Vor allem zeigt sie, wie es geht. Am Fuße des heiligen Berges der Hawai’ianer können wir erleben, wie friedlicher Protest in der heutigen Zeit aussehen kann. Gemeinschaft und Solidarität als tiefe heilige Verbindung zwischen Menschen und Natur wie in den alten Zeiten. Schulen, Zeremonien und Gebete an Ort und Stelle unter freiem Himmel, führen Menschen auf eine sehr traditionelle ursprüngliche Weise zusammen.

Das schafft Bewusstsein für Respekt im Zusammenleben, Heiligkeit, unverrückbare menschliche Werte im Umgang mit menschlichem Miteinander, Umwelt und Natur, die in der westlichen Kultur scheinbar verloren gegangen sind.
Jetzt ist die Zeit die letzten heiligen Plätze auf der Welt vor kommerzieller Ausbeutung zu schützen, ursprüngliches Wissen über den Umgang mit Natur und menschlichem Zusammenleben zu bewahren, die Rechte der Kulturen und Völker zu respektieren, von ihnen zu lernen und uns an unser eigenes heiliges Erbe zu erinnern.

Wo und was sind meine Wurzeln? Wo oder was ist mein „heiliger Berg“?

Deshalb möchte ich dich an dieser Stelle fragen:
Was ist Dir heilig?
Welche Werte sind für Dich unverrückbar und unverhandelbar?

Herzliche Grüße
Ute Baacke

Quellen und weiterführende Informationen:

Petition: „Kein 5G in Berlin ohne Prüfung auf gesundheitliche Risiken“ :
https://www.openpetition.de/petition/online/kein-5g-in-berlin-ohne-pruefung-auf-gesundheitliche-risiken

Netzwerk zur Planung einer Aktion zur 5G-Anhörung im Bundestag:
https://www.strahlend-gesund.de/stopp5g?fbclid=IwAR25fxWE-78EYjHvWXeRexgEPOscHfQIcqNyQo2HeS0AJafiKx8p9PLfclM

Aufruf zum Stop des 5G-Mobilfunknetz-Ausbaus an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel und Herrn Minister Scheuer:
https://weact.campact.de/petitions/stoppt-den-netzausbau-von-5-g?fbclid=IwAR3R1jiGlguxzbeKFdik-a-uGuxgtUYthhms3TWU4zgG9gov_23rKp5GeHc

Europaweite Petition: Attention 5G:
https://www.attention5g.eu

Aufklärung zum Thema 5G Bewusstsein & Verantwortlichkeit:
Awareness & Accountability Summit

Offener Brief der deutschen Mediziner, u.a. des „Ärztearbeitskreises digitale Medien Stuttgart“:
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1305

Artikel: „Ravensburg will Schutzzonen vor 5G-Strahlung für Elektrosensible“
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1392

Zu den Protesten am Mauna Kea:
https://ze.tt/warum-indigene-menschen-auf-hawaii-die-zufahrt-zum-hoechsten-berg-der-insel-blockieren/
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/widerstand-gegen-neues-teleskop-auf-dem-mauna-kea-13750725.html
https://www.spektrum.de/news/konflikt-um-riesenteleskop-spitzt-sich-zu/1661760

Offener Brief gegen die Kriminalisierung der Mauna Kea Beschützer, den 146 TMT-Astronomen und rund 900 andere Wissenschaftler unterschrieben haben:
https://docs.google.com/document/d/1YR8M4eboRjJSsfvVtmukb6dDgUonDBdmj9AU0h1rkmY/edit

Bildquelle:
Adrian Malec auf Pixabay

Flaute – über Stillstand und Geduld

„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst.“ (tibetisches Sprichwort)

„Aus mir muss noch etwas werden.“ „Ich muss das noch schaffen.“ Machen wir uns nichts vor, ständige Hektik und die Angst zurückzubleiben bestimmen unseren Alltag. Ehe wir uns versehen, finden wir uns wieder beim Abarbeiten von Listen, endlosen Weiterbildungen, rennen Rolltreppen hoch oder runter und rempeln im Vorbeilaufen, den Blick aufs Smartphone, unsere Mitmenschen an.

Doch wohin rennen wir? Du musst erfolgreich sein, heisst es, Wachstum, Verbessern, „Es schaffen“! Aber was ist das Richtige für mich? Wie finde ich es heraus?

Experiment Untätigkeit

„Trübes Wasser wird klar, wenn man es ruhig stehen lässt – genauso kann man mit Ruhe, Geduld und Zeit die Wahrheit nach und nach klar ans Licht treten lassen“

Geduld bedeutet Vertrauen zu haben. Freudvoll den Moment geniessen und erwartungsvoll auf das schauen, was sich gerade entfaltet. Gute Ideen tauchen scheinbar aus dem Nichts auf und lassen sich auch leichter umsetzen als erwartet.

„Das Schöne an Geduld ist, dass man sie nicht braucht, wenn man sie hat!“

Warum fällt uns Warten, Geduld und Stillstand so schwer?

Ungeduld ist ein vom gegenwärtigen Moment abgetrennter Zustand. Ohne Vertrauen versuchen wir aus Gewohnheit oder weil wir es für ein gesellschaftliches Muss halten, mit Macht und Gewalt in den sich entwickelnden Prozess einzugreifen, aus Angst, dass sonst nichts passiert.

Wie wäre es zu fühlen, wer ich bin, wenn alle Aktivitäten ruhen?

Geduld ist das Einverständnis Stille und Stillstand akzeptieren. Das einsinken in den Moment, ins Sein, in sich Selbst. Dieser Zustand schafft die Möglichkeit zu antworten statt zu reagieren. Das erschafft ein Gefühl von innerem Frieden und die Möglichkeit die sanften Hinweise wahrzunehmen, die unser Umfeld bereit hält.

Im Alltag ist dieser Zustand für viele jedoch nicht so leicht zu erreichen. In meinem Selbstversuch wurde ich geplagt von Selbstzweifeln, schlechtem Gewissen, innerer Unruhe, Langeweile und Angstgefühlen.

Um aus diesem Gedankenkarussel auszusteigen, helfen mir kleine, liebevolle Dinge, die meine Aufmerksamkeit sofort in den Moment und zurück in meinen Körper bringen, wann immer ich mich unruhig und unverbunden fühle. Aus diesem Zustand heraus verschiebt sich der Fokus und das „Richtige“ kann sich offenbaren.

Verzaubere dich! Probier es mal aus und schau selbst, was sich verändert. Was öffnet mein Herz, lässt mich sanft und weich werden?
Zur Inspiration hier einige Beispiele:

*Dankbar sein. Schreib gleich morgens (oder wann immer du willst) mind. 3 Dinge auf, für die du dankbar bist.
*Tagebuch schreiben oder malen
*Beim Aufstehen ganz bewusst den Boden unter den Füssen wahrnehmen.
*Ein Fussbad oder eine kleine Fussmassage, wenn du magst mit einem ätherischen Öl deiner Wahl. z.B. Lavendel zur Beruhigung. Pfefferminze oder Orange wirkend belebend oder Zeder zur Erdung. Es reicht auch schon einfach nur die Schuhe auszuziehen und den Fuß kurz in die Hand zu nehmen.
*Mini Kopfmassage – klopfe leicht mit den Fingerspitzen vom Hinterkopf aufwärts bis zu Scheitel. Klopfe sanft über den Kiefer und die Stirn. Massiere die Stirn und den Haaransatz. Kreise und streiche über die Nasenflügel. Umkreise die Augenhöhlen und die Ohrläppchen. Streiche Nacken und Hals aus. Wenn du willst kannst du die Massage über den Rest vom Körper ausdehnen. Besonders Brust und Bauch kannst Du so sanft lockern.
*Kleinere Reparaturen oder Verschönerungen in der Wohnung. Z.B. die Sofakissenbezüge neu färben, endlich einen neuen Lampenschirm kaufen, den Duschvorhang auswechseln usw.
*Ausflüge an Orte, die du normalerweise nicht besuchen würdest. Z.B. eine Parfümerie, Perlenladen, Bonbonhandlung, Bücherei oder Gärtnerei
*Mit einem Freund, der es gerade schwer hat, treffen.
*Ein Fotoalbum über den letzten Urlaub oder dein gegenwärtiges Leben gestalten und an die Oma       schicken.
*Neue Playlist für den Abend/Morgen oder für einen Freund zusammenstellen.
*Klassische Musik hören
*Essen mit all deinen Sinnen genießen und allen danken, die dazu beigetragen haben.

Lass mich gern wissen, was für Dich funktioniert hat und auf welche Ideen Du gekommen bist.

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Wochenendseminare in TAOHA Selfcare & Bodywork für Einsteiger und Fortgeschrittene im EDEN*** Berlin

neue Termine 2019/20:
4. bis 6. Oktober 2019 // 22. bis 24. November 2019// 31. Jan. bis 2.Februar 2020// 27. bis 29. März 2020// 22. bis 24. Mai 2020// 21. bis 24. August 2020// 2. bis 4. Oktober 2020// 4. bis 6. Dezember 2020
jeweils Fr. 16-20 Uhr Sa. und So. 11-20 Uhr

Für Massagen, Beratung und Anwendungstipps mit ätherischen Ölen melde Dich gerne jederzeit bei mir.

Selfcare – Wie wir gut für uns selbst sorgen können.

(Auszug aus TAOHA Newsletter New Year 2017/18 / Foto © Ute Baacke)

Zunächst ist es hilfreich, sich seine eigenen Bedürfnisse einzugestehen. Mach dir eine „not to do“ Liste für alles was deinen Bedürfnissen im Weg steht. Oft haben wir jedoch das Gefühl, keine Wahl zu haben oder wegen der Menschen, die wir lieben, immer wieder unsere wahren Bedürfnisse zurückzustellen. Sich das einzugestehen tut weh.

Ein entscheidender Schritt ist es, den eigenen Schmerz von der anderen Person zu trennen. Sei mit dem „was gerade ist“, ohne es zu bewerten. Je mehr ich bei mir bleibe und mit meinem eigenen Schmerz, Trauer oder Wut sein kann, ohne zu bewerten oder abzuwehren, das Gefühl durch mich hindurchziehen lasse, die Ohnmacht fühle, die Tränen weine, alles sein lasse, was auftaucht, desto klarer kann ich, ohne Vorwurf meine Bedürfnisse dem anderen gegenüber formulieren. Wir brauchen keinen Sündenbock, sondern kommen in die Verantwortung für uns selbst zu sorgen und authentisch zu kommunizieren.

An dieser Stelle möchte ich allen für das Vertrauen danken, dass ihr mir und meiner Arbeit entgegenbringt. Besonders danke ich meinen tollen Workshopteilnehmer*innen. Ich ziehe den Hut vor eurer Bereitschaft und Courage, ernsthaft motiviert und dennoch mit soviel Leichtigkeit und Humor in die tieferen Schichten eures Seins vorzudringen.

Der Horizont – Grenzlinie zwischen Himmel und Erde.

Frisch zurück von der Atlantikküste, hatte ich in den letzten zwei Wochen die wunderbare Gelegenheit, mehrere Stunden am Tag auf den Horizont zu schauen. Die Grenzlinie zwischen dem für den Betrachter Sichtbaren und Unsichtbaren, die auch die Grenzen unseres Verständnisses und Erwartungen beschreibt.

Wenn wir auf den Horizont schauen, öffnen wir uns ins Unbekannte hinein.

Auf den Horizont zu schauen, ist ein hervorragendes Training, um den Mut zu finden, sich Veränderungen im Leben zu stellen, indem ich innerhalb des Bekannten den Blick auf das Unbekannte richte.

Für Hawaiianer ist das, was hinter dem Horizont liegt PO.
PO bedeutet Nacht, Dunkelheit, Unsicherheit aber auch Potential. Es ist die Sphäre der Götter, des Unbewussten. Es steht für die Dinge, die wir (noch) nicht sehen oder verstehen können.

PO ist immer der nächste Schritt zur Erfüllung unseres Schicksals.

Wir meinen Angst vor dem Unbekannten zu haben, dabei haben wir nur Angst das Gewohnte zu verlassen.

Umarme die Unsicherheit. Sie ist reines Potential. Alles ist möglich. Du wirst nichts Neues entdecken, wenn du stets an den selben Orten suchst.

„Freedom is not free. Freedom will cost you the mask you have on; The mask that feels so comfortable and is so hard to shed of; not because it fits so well, but because you have been wearing it for so long.“ (Florinda Donner-Grau)

Übung zur Ausrichtung auf den Horizont:

Schau zunächst auf die Fußspitzen. Hebe dann ganz langsam den Kopf und folge mit dem Blick einer gedachten Linie bis er den Horizont erreicht. Es spielt dabei keine Rolle, ob du ihn tatsächlich sehen kannst. Dann schau von dort aus in die Unendlichkeit und sage etwas wie: „Ich erwarte das Beste!“ oder „Ein Wunder wird geschehen!“

Ich wünsche euch einen zauberhaften Frühlingsanfang, freien Blick auf den Horizont und den Mut an eure Träume zu glauben.

Natürlich freue ich mich wie immer über Fragen und Rückmeldungen.

Herzliche Grüße & bis bald
Ute Baacke

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es für den „Schnupperworkshop“ der Lomi Lomi Nui Massageausbildung – Touch of Hawaii am 30.3. 2019 im EDEN***** noch freie Plätze gibt.

Wie auch schon beim letzten Mal, können sowohl interessierte Menschen die Ausbildungsinhalte kennenlernen, Fragen stellen und erste Techniken in einer entspannten Atmosphäre erproben, als auch sich einfach einen Tag lang mit Selfcare und Bodywork verwöhnen. Mehr dazu >hier. Zur Anmeldung geht es >hier.

 

Was ist Ho’omanamana und Ka’aleleau?

Hinter den, für den ungeübten Leser eher lustig klingenden und unaussprechlichen Bezeichnungen, verbergen sich sehr funktionale, für jeden geeignete Körperübungen, die uns ohne Umwege und komplizierte Konzepte in die Bewusstheit für unseren Körper bringen.

Ho’omanamana und Ka’aleleau haben ihren Ursprung im Hula und Lua (hawaiianische Kampfkunst) und wurden von dem Kahuna Kahu Abraham Kawai’i und seiner Frau Ho’okahi entwickelt, um Nicht-Hawaiianern einen einfachen und schnellen Zugang zum hawaiianischen Weltbild zu ermöglichen.

Durch die Übungen werden festgehaltene Energien mobilisiert und für unsere physische, psychologische und energetische Entwicklung nutzbar gemacht.

Die Übungen fördern einen Zustand der Klarheit und stiller Präsenz und eröffnen uns Zugang zu unserer Intuition.

Beide sind Teil des Körper- und Bewusstseinstrainings der Ausbildung und Grundlage für die Arbeit am Lomi Massagetisch.

Ho’omanamana bedeutet wörtlich „Aufbau von großer Kraft“ und führt zu Weichheit, Entspannung und Präsenz.

Die Übungen finden hauptsächlich im Liegen statt und dienen dazu, dem vegetativen Nervensystem, insbesondere dem Parasympatikus, und damit der direkten Wahrnehmung des eigenen inneren Selbst wieder mehr Raum zu geben. Im Alltag sind wir meist mehr auf das aktive Benutzen von Muskeln fixiert.

Erdung und Entspannung der tiefen Muskelschichten und der Organe sind das Ergebnis der Übungen.
Der Verstand kommt zur Ruhe und Klarheit und stiller bewusster Präsenz Platz als Grundlage für die Arbeit am Klienten.

Wir arbeiten mit aktiver und passiver Dehnung, Mobilisation, Selbstmassage und Affirmationen

Beim Ka’aleleau oder Flying werden dann aus dieser entspannteren Wahrnehmung heraus „die Dinge in Bewegung“ gebracht.

Ka’aleleau bedeutet wörtlich Fliegen in einer unendlichen Bewegung.

Als ein Werkzeug zur persönlichen Navigation ermöglicht es dem Individuum sich fliessend und zentriert zu bewegen durch „was immer das Leben bringen mag“.

Traditionell ausgebildete hawaiianische Seefahrer verstanden sich selbst als das Zentrum des Universums. Nach diesem Prinzip erstreckt sich das Navigationstraining über die physische oder die Himmelsnavigation hinaus.

Ka’aleleau richtet die Bewegungs- und Handlungsmuster auf das physische Selbst und die Umgebung aus. Das erlaubt uns in der Massage mit rhythmisch-fliessenden Bewegungen intuitiv und individuell auf die Bedürfnisse unserer Klienten einzugehen.

Auf körperlicher Ebene werden die Gehirnhälften synchronisiert, Balance -gefühl und Ausdauer trainiert, Wirbelsäule und Gelenke mobilisiert, Stoffwechsel und Immunsystem angeregt.

In der Ausbildung profitieren wir beim Üben in der Gruppe von den Synergieeffekten. Doch gerade bei Ho’omananmana und Ka’aleleau empfiehlt sich die regelmässige Anwendung im Alltag, um die gewünschten Ergebnisse dauerhaft zu erzielen.

Quelle

Mut zur Intuition. Eine Annäherung

Foto © May Wyss

Letztens besuchte ich meine Eltern in Leipzig und stellte auf der Rückfahrt im Zug fest, dass ich online die falsche Fahrkarte gebucht hatte. Oh Schreck! Im Geiste lief schon das Szenario einer langwierigen Diskussion mit dem Schaffner und einer kostspieligen Nachzahlung ab. Ich dachte bei mir, dass es ja viel besser wäre, wenn er mich einfach übersieht. Dann versuchte ich mich zu entspannen und nicht weiter daran zu denken, in der Hoffnung, dass mir meine Intuition im richtigen Moment, die richtigen Impulse schickt. Irgendwann bin ich in den Speisewagen gegangen, um mir einen Kakao zu holen. Gerade als ich dort am Tresen bezahlte, lief der Schaffner an mir vorbei und übersah mich tatsächlich. Et voilá!

Etwas aus dem Bauch heraus entscheiden, seinem Instinkt folgen oder sich von seiner inneren Stimme führen zu lassen, wird oft belächelt oder gar als unseriös dargestellt. Dabei entscheiden wir sehr oft „aus dem Bauch heraus“, ohne lange zu überlegen oder behaupten intuitiv zu wissen, ob dieses oder jenes für uns gut ist oder nicht. Dennoch kennen wir alle Situationen, wo wir uns auf unsere Instinkte, Bauchgefühle und Eingebungen verlassen.

Zum Beispiel wissen Kinder instinktiv, was sie gerade brauchen. Bergführer ahnen wann ein Sturm droht und es Zeit wird umzukehren oder Schutz zu suchen, um ihre Gruppe sicher zu führen. Bauern bestimmen den idealen Zeitpunkt für Saat oder Ernte intuitiv oder Unternehmer haben einen „Riecher“ für Erfolg. Wissenschaftler sehen ihre Forschung, genau wie Künstler, oft als einen kreativen Prozess, der von genialen Eingebungen oder spontanen Erkenntnissen vorangebracht werden kann.

Kreativität und Intuition

Zu Beginn des kreativen Prozesses sammeln wir Informationen und Daten, wir denken darüber nach und machen die ersten Experimente damit. Unvorhersehbar, in einer völlig anderen Situation, ordnet sich alles wie von Geisterhand zu einem neuen Muster, zu Ideen und Möglichkeiten, an die wir vorher nicht gedacht haben. Ich kenne eine Autorin, die in Momenten, wo sie nicht weiterkommt und ihr eine neue Idee fehlt, Kuchen backt. Dadurch gewinnt sie Abstand und sie überlässt beim Backen ihren Händen die Führung. Ihr Kopf wird frei und die Ideen können wieder fließen. Vielen „genialen“ Entdeckungen und Kunstwerken gingen ähnliche Geschichten voraus.

Intuition ist auch das Resultat von langjähriger Erfahrung und Training

Wie auch viele meiner Kolleg*innen, ahne ich oft schon vorher, mit welchen Themen oder Symptomen Klienten und Schüler zu mir kommen. Die Fähigkeit in Behandlungen und in meinem Unterricht intuitiv vorzugehen, ist essentiell und eine unerlässliche Ergänzung zum Fachwissen. Übungen, wie ich sie im 2. Teil des Artikels vorstelle, sind in ähnlicher Form immer Bestandteil des Unterrichts, weil sie uns in der Praxis befähigen ohne langes Überlegen, schnell und angemessen auf die Themen des Klienten einzugehen.

Was ist und wie funktioniert Intuition? 

Intuition wird definiert als unmittelbares, nicht auf reflektiertes Denken gegründetes Erkennen. Mit Intuition sind wir in der Lage, Aufgaben großer Komplexität zu bewältigen. Sie hilft uns, allzu komplexe Informationen zu filtern und schnelle, sichere Entscheidungen zu treffen. Intuition ist vor allem dann hilfreich, wenn wir entweder zu viele oder auch zu wenige Informationen zur Verfügung haben. Ein weiterer wichtiger Faktor dabei ist die Zeit, die uns für eine Entscheidung zur Verfügung steht. Mit weniger Zeit, tendieren wir dazu, eher intuitiver zu handeln.

Laut dem deutschen Psychologen und Intuitionsforscher Gerd Giegerenzer, kann der Mensch nur sieben Informationseinheiten +/- zwei Einheiten aufnehmen. Sind es mehr, fühlen wir uns überfordert und lassen eine zuverlässige, rationale Entscheidung nicht mehr zu. Bei ausufernden Informationen verarbeitet Intuition die komplexen und rational schwer fassbaren Informationen wesentlich besser.

Wenn wir zu wenige Informationen für die rationale Entscheidungsfindung zur Verfügung haben, greift die Intuition auch auf den unbewussten Wissensspeicher zurück. Intuitive Impulse und Ideen fördern die Kreativität. Unkonventionelle Lösungswege finden wir am ehesten, indem wir uns ihnen intuitiv nähern.

Auch in zwischenmenschlichen Beziehungen werden viele Informationen nonverbal und unterschwellig ausgetauscht. Die intuitive Wahrnehmung dieser nonverbalen Signale helfen uns im konstruktiven Umgang mit anderen.

Drei Arten von Intuition

Der angeborene Instinkt, hat im Laufe der Menschheitsgeschichte wirksame Überlebensstrategien in unseren Genen angelegt. Das „Bauchgefühl“, beschreibt die während unseres Lebens im Unterbewusstsein gespeicherten Erfahrungen. Und als Drittes gibt es noch etwas, das wir als „göttliche“ Führung oder höhere Intuition bezeichnen können. Die Weisheit des Herzens, die aus der Verbindung des Herzens mit der Umwelt ganz neue, innovative Ideen in Form von plötzlichen Eingebungen oder Visionen hervorbringen kann. Genau wie auch der Darm, ist unser Herz von einem komplexen, selbstständig operierenden Nervengeflecht von über 40.000 Nervenzellen umgeben und Forschungen des Heart Math Institute zufolge, ist unser Herz in der Lage, Informationen zu empfangen und zu verarbeiten, bevor sie den bewussten Verstand erreichen.

Intuition braucht Training

Dass Intuition existiert ist unbestritten, woher sie kommt und wann man ihr vertrauen sollte ist oft nicht eindeutig zu benennen. Die einen vermuten, solche Eingebungen haben wir vor allem, wenn wir schon viel zum Thema wissen. In diesem Fall kommt die Intuition von angesammeltem Informationen und Beobachtungen. Es gilt: Viel lernen und erfahren, dann loslassen und sein Unbewusstes schnell und spontan eine Entscheidung treffen lassen.

Wieder andere sehen Intuition als Botschaft einer einer allwissenden Quelle. Mit dieser Betrachtungsweise sind keine Erfahrungen nötig. Einfach auf das Universal-Wissen zugreifen und eine Eingebung „horchen“.

Beide Möglichkeiten lassen sich in der Praxis anwenden. Dafür braucht es allerdings zwei wichtige Vorraussetzungen. Erstens muss die Grundlage geschaffen werden, auf der Intuition „geschehen“ kann. Die einen sammeln Erfahrung und Detailwissen, die anderen arbeiten am Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten. Beides ist hilfreich! Und zweitens muss die leise Stimme unseres Unbewussten wahrgenommen werden. Das ist viel schwieriger. Denn so lange wir bewusst denken, überdecken alle möglichen Gedanken, Gefühle und Erwartungen den Zugang zu unserer Intuition. Erst wenn wir ganz still werden, bekommen wir Zugang zu dem meist zarten Stimmchen, mit dem die Intuition versucht, sich bemerkbar zu machen.

Dieser Artikel soll ermutigen, die Wirkungsweise unserer Instinkte, Bauchgefühle und Eingebungen besser kennenzulernen und zu erforschen. Den Grund für eine Entscheidung zu hinterfragen und im Alltag auszuprobieren, dich stärker von deiner Intuition leiten zu lassen.

Intuition ist wie ein Muskel, den man trainiert, indem man ihn benutzt. Die Zuverlässigkeit auf Grund von Eingebungen getroffener Entscheidungen wächst bei regelmäßiger Anwendung. Somit lässt sich Vertrauen in das eigene Erleben, Fühlen und Denken zurückgewinnen, anstatt sich auf den sogenannten Expertenrat zu verlassen.

So kommst du mit deiner Intuition in Kontakt:

Ein förderliches Umfeld schaffen. Zur Ruhe kommen, Auszeiten nehmen, regelmäßig meditieren, in die Stille gehen. Stress ist der natürliche Feind der Intuition.

Intuitives Schreiben. Schreibe deine Gedanken zu einer Frage auf, ohne Nachzudenken. Notiere deine Beobachtungen und Fragen.

Gefühle zulassen und ehrlich beobachten. Nimm deinen Körper wahr. Was ist gerade los? Was verändert sich, wenn du an bestimmte Personen oder Situationen denkst. Finde die versteckte Gefühle bzw. negative Bewertungen. Wie fühlt sich das an? Beobachte für einen bestimmten Zeitraum alles ohne zu bewerten. Was hat sich dadurch verändert? Sei achtsam und nimm all die kleinen Zeichen wahr. Habe keine bestimmten Erwartungen, in welcher Form deine Intuition mit dir spricht.

Erweitere dein Halbwissen. Blättere in Zeitschriften und Büchern. Überfliege Artikel und sieh dir Reportagen zu interessanten Themen nebenbei an.

Begib dich in „gefährliche“ Situationen, reagiere spontan und ohne Plan. Jemand lächelt dich in einem Café an. Beginne spielerisch ein Gespräch und schau, was sich daraus entwickelt. Ein Plakat spricht dich aus irgendeinem Grund an. Besuche die Veranstaltung. Eine Pflanze oder ein Tier kreuzt unerwartet deinen Weg. Beschäftige dich eine Weile mit den Eigenschaften dieses Tieres oder der Pflanze. Lasse dich führen, folge Zeichen, gerade wenn du in einem Prozess bist, wo du nicht weiterkommst.

Die direkte Schulung. Versuche die Zahl beim Würfeln vorherzusagen. Das Telefon klingelt. Rate wer dran ist. Wirf eine Münze usw.

Vertrauen lernen. Je mehr du spontan handelst und positive Erfahrungen machst, desto mehr gewinnst du Vertrauen in deine innere Stimme. Achte auf Zeichen, lass dich von ihnen führen. Lass dich auf deine Intuition ein.

Spiele mit dem Fokus deiner Wahrnehmung. Konzentriere dich für einen gewissen Zeitraum auf eine bestimmte Sache. Du wirst beobachten, je länger du deine Aufmerksamkeit dieser Sache widmest, dir scheinbar zufällig Informationen darüber immer häufiger begegnen, quasi zufliegen.

Der erste Gedanke ist meist der Richtige. Gerade, wenn man schon viel über ein Thema weiss, hat sich in den Forschungen von Gerd Giegerenzer herausgestellt, dass die Lösung, die einem am schnellsten in den Sinn kommt, die Richtige ist.

Bist du bei einer Entscheidung unschlüssig, frage dein Herz. Das Herz in der Lage Informationen zu empfangen und zu verarbeiten, bevor sie den bewussten Verstand erreichen.

Schlaf darüber. Denn im Schlaf ist unser Verstand wirklich mal still und lässt das so viel klügere Unbewusste die passendere Entscheidung finden.

Diese Übungen sind nur einige Beispiele, wie du mit deiner Intuition in Kontakt kommst. Es gibt noch eine Vielzahl von Übungen und Herangehensweisen, die ich in meinen Workshops unterrichte.

Das 1×1 zum Barfusslaufen

Die Anatomie des Fußes ist ein Wunderwerk der Evolution. Die insgesamt 28 Knochen, 32 Gelenke, 30 Muskeln, und über 100 Bänder und Sehnen ermöglichen, unser Gewicht beim Laufen optimal abzufedern und sind damit essentiell für den aufrechten Gang.

Meine großen Füße waren für mich als Teenager eine Herausforderung: Schuhgrösse 43! Und das als Mädchen. Keine schicken Schuhe für mich. Peinlich in der Tanzschule und dann später auch in der Disko. Eigentlich standen für mich nur Turnschuhe, Flip Flops oder einfach barfuß gehen zur Auswahl.

Im Nachhinein war es meine Rettung. Gesunde Füße sind, wie ich heute weiß, eine Basis für einen gesunden Körper und Geist. Viele von uns tragen Schuhe, die im Namen der Mode die Füße unnatürlich verformen und auf längere Sicht unserem gesamten Körper Schaden zufügen können.

Als ich die Eitelkeit, was Schuhe betrifft, hinter mir lassen konnte, entdecke ich, wie gut ich mich barfuß oder nur mit minimalem Schuhwerk fühlte. Überhaupt tut mir das Laufen gut. Nicht nur körperlich sondern auch mental. Es gibt mir das Gefühl „richtig zu sein“.

Seit 3 Jahren bin ich mit meinen Barfußschuhen von Senmotic sehr glücklich unterwegs. Und nach der Recherche zu diesem Artikel werde ich in Zukunft verstärkt auch ganz auf Schuhe verzichten.

Barfußlaufen sensibilisiert.

Beim Barfußlaufen werden durch das Einbeziehen der Zehen und der gesamten Fußsohle ungefähr 30 Muskeln aktiviert und ermöglichen über das Fasziennetzwerk Feedback über die Bodenbeschaffenheit des Weges. Das ermöglicht uns, stabil zu stehen und das Gleichgewicht optimal zu halten. Nicht unser Skelett hält den Körper aufrecht, sondern das Spannungsnetzwerk von Muskeln und Faszien und die propriozeptive Rückmeldung über das Nervensystem. Das ermöglicht Stabilität bei größtmöglicher Beweglichkeit.

Bei Laufen in Schuhen sind hingegen deutlich weniger Muskeln beteiligt und wir bekommen kaum Feedback über unsere Füße. Das sensorische Feedback beim Barfuß laufen animiert uns dazu, die Füße behutsamer aufzusetzen, um die Kräfte beim Aufprall zu verringern.

Barfußlaufen federt unser Gewicht ab und schont damit Gelenke und Wirbelsäule.

Der Evolutionsbiologe Daniel Lieberman von der Universität Havard, der mit Joggern in der ganzen Welt geforscht hat, sagt: „Die meisten Menschen glauben heute, es sei gefährlich und schmerzhaft, barfuß zu laufen”. Jedoch das Gegenteil der Fall. Selbst auf hartem Untergrund ist es angenehmer, ohne Schuhe zu laufen und das Verletzungsrisiko geringer. Bei richtigem Ballen- oder Mittelfußgang verbessern sich Knie-, Hüft- und Rückenbeschwerden und die Körperhaltung insgesamt.

Barfußlaufen macht glücklich und klug.

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Psyche. Barfußlaufen, besonders in der Natur, ist ein natürliches Antidepressivum. Sich in seinem genetisch natürlichen Bewegungsmuster und der entsprechenden Umgebung zu bewegen, gibt einem das Gefühl von Vollständigkeit und Richtigkeit.

Durch natürliche Bewegung entwickelt sich auch das Gehirn und die Geschicklichkeit. Der Leipziger Faszientherapeut Frank W. Demann schreibt: „Die stärkste Anregung zum Verschalten von Synapsen und zum Ausschütten von nervenzellerhaltenden Faktoren sind komplexe Ganzkörperbewegungen. Hierzu gehören vor allem Bewegungen, die die Geschicklichkeit fördern. Dadurch werden mehrere Hirnareale überdurchschnittlich beansprucht. Gleichzeitig werden nervenzellschützende Faktoren ausgeschüttet, welche die Verschaltung und Erhaltung der neuen neuronalen Strukturen gewährleisten.

Das bedeutet: Diese nervenzellschützenden Faktoren fördern die weitere Synapsenbildung sowie das Aussprossen der Nervenverästelungen und den Nervenstoffwechsel. Die dadurch neu entstehenden Vernetzungen der Nervenzellen untereinander stellen die Grundlage für die Denkleistungen des Menschen dar.

Aktiviert wird dadurch vor allem der Hippocampus, eine Region des Gehirns, die u.a. für das Lernen und die räumliche Orientierung zuständig ist. Eingeschränkte Beweglichkeit hat auch immer eine eingeschränkte Gehirnleistung und -regenerationsfähigkeit zur Folge.

Barfußlaufen regt die Selbstheilungskräfte an.

Durch das Laufen ohne Schuhe wird die Durchblutung angeregt, uns wird wärmer, Fußkrankheiten wie Fuß- und Nagelpilz verschwinden. Außerdem werden unsere Füße ständig massiert, die Immunabwehr und Selbstheilungskräfte gestärkt. Missbildungen durch ungesunde Schuhe (Hallux, Hammerzehen, Knick-, Senk- usw. Füße können sich nach und nach wieder erholen. Auch Krampfadern kann so vorgebeugt werden.

Besonders das (Barfuß)Laufen auf natürlichem Untergrund, auch Grounding oder Earthing genannt, hat antioxidative und schmerzreduziernende Eigenschaften. Die negative elektrische Ladung der Erde wirkt entzündungshemmend auf unseren Körper. Chronische Entzündungen sind Ursache vieler Beschwerden und Krankheiten. Schon seit den 1960er Jahren wurde in verschiedenen Studien der positive Einfluss von Grounding auf chronisch degenerative Krankheiten, wie Arthritis, Multiple Sklerose und Alzheimer sowie die Reduzierung von chronischen Schmerzen und Stress erforscht. Mangelnde „Erdung“ scheint mitverantwortliche Ursache für diese Krankheiten und auch für PMS und Schlafstörungen zu sein. Grounding wird nun als neue Behandlungsmethode ohne schädliche Nebenwirkungen erforscht.

Barfußlaufen mobilisiert das Fasziennetzwerk.

Barfußlaufen unterstützt alle Organsysteme und die Zellfunktionen über die Aktivierung des Bindegewebes und der Lymphe. Die Faszienspannung steht in Verbindung mit dem autonomen Nervensystem, welches u.a. Atmung, Verdauung und Herzschlag reguliert. Die Aktivierung der Lymphe unterstützt die natürliche Entgiftungs- und Auscheidungsfunktion des Körpers.

Faszien sind unsere Wasserspeicher und müssen genau wie Wasser ständig in Bewegung sein, um gesund zu bleiben. Sie können bei Untätigkeit verfilzen und sogar verhärten, was die Beweglichkeit in den betroffenen Körperteilen einschränkt. Nach neusten Erkenntnissen sind Faszienverklebungen Hauptursache der typischen Rücken- und Nackenschmerzen in unserer Gesellschaft. Hier gut erklärt.

Gesunde Faszien dienen durch ihre Elastizität als Energiespeicher. Wie bei einer Sprungfeder wird die maximale Spannung plötzlich freigesetzt und spart Muskelkraft. Deshalb hat man barfuß auch mehr Kraft und wirkt durch die innere Spannkraft energiegeladen.

Barfußlaufen ist sicherer, als du denkst.

Die Haut der Füße ist sechsmal widerstandsfähiger gegen Verletzungen, als die Haut an anderen Teilen des Körpers. Durch häufiges Barfußlaufen wird außerdem die natürliche Fettschicht zwischen oberer und unterer Epidermis etwas dicker, was die Fußsohle zusätzlich polstert und unempfindlicher macht.

Geh es langsam an.

Barfuß laufen braucht Zeit. Die Füße haben sich erst wieder an die neuen Belastungen zu gewöhnen. Die Fußmuskulatur und die Haut der Fußsohle brauchen Zeit, um wieder zu erstarken. Die durch das Laufen mit Schuhen zu stark beanspruchten Muskeln an Schienbein und Wade, lernen sich zu entspannen. Also besser erst mit kurzen Distanzen beginnen und sich an den neuen Gang gewöhnen. Auch die gewohnten Strecken und Geschwindigkeit nicht krampfhaft beibehalten, sondern das Ganze langsam angehen und das Laufen quasi neu entdecken.

Die Autorin Sabrina Fox, die vor 3 Jahren aufs Barfußlaufen umgestiegen ist, schreibt über die Umgewöhnung: „Leute, die Barfuß laufen, landen auf dem Ballen, also genau vor dem Fußgewölbe. Dann erst kommt die Ferse nach unten. Das ist sehr viel bequemer. Der ganze Vorderfuß ist mit seinen Gelenken auf Federung eingestellt. Seit über zwei Millionen Jahren sind die meisten Leute so gelaufen … Ich habe mir den Ballengang angewöhnt – also vorne mit dem Ballen zuerst auftreten und nicht mit der Ferse. Dadurch ist das Aufprall bei jedem Schritt im Körper sehr viel sanfter. Das hat eine Weile gedauert und war zuerst mit erstaunlichem Muskelkater verbunden. Jetzt fühle ich mich wohl damit (…) Es ist auch unpraktisch von heute auf morgen die Schuhe auszuziehen und dann barfuß einen Marathon zu laufen. Das kann enorme Verletzungen nach sich ziehen. Unsere Füße sind in Schuhen nichts mehr gewöhnt und das dauert eben ein bisschen, bis sie sich auf die neugewonnene Freiheit eingestellt haben. Gönnen wir ihnen die Zeit der Umgewöhnung.“

Auch rät sie dazu, nicht allzu dogmatisch an die neue Gangart heranzugehen. „Wann trage ich Schuhe? Wenn ich mit Leuten unterwegs bin, denen es unangenehm ist, wenn ich barfuß bin. Ich frage da einfach nach. Warum sollte ich unsere gemeinsame Zeit ohne Schuhe für meine Freunde/Familie anstrengender machen? Wenn ich ab und zu Schuhe trage, dann fällt mir kein Zacken aus der Krone. Eine gewisse Flexibilität finde ich, macht das Leben leichter … Manchmal brauche ich einfach Schuhe. Und dazu sind sie ja auch da. Man braucht Schuhe, wie man Handschuhe braucht: Es ist zu heiß, zu kalt oder zu gefährlich.“

Hier findest du einen kleinen Videokurs zum schrittweisen Erlernen des Ballengangs. Viel Vergnügen beim ausprobieren: www.faszien-senmotic.de. Weiterführende Lektüre mit sehr guten Tipps von Lee Saxby.

Quellen:
Burkhard Reinberg „Bigfoot“; Sabrina Fox „Auf freiem Fuß“

http://sabrinafox.com/warum-ich-Barfuß-gehe/

https://de.wikipedia.org/wiki/Fuß

https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2015/11/21/grounding-effects.aspx

http://barefootrunning.fas.harvard.edu

https://www.faszien-senmotic.de

https://www.faszien-senmotic.de/faszien-therapie/ballengang/videos/

https://www.vivobarefoot.at/pdf/propriozeption.pdf

http://naturalrunningcenter.com/columnists/lee-saxby/

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